Im Namen des Friedens und der Freiheit:

Wiederherstellung der vollständigen Souveränität der Ukraine


В ім'я миру і свободи:

Відновлення повного суверенітету України


In the name of peace and freedom:

Restoration of Ukraine's full sovereignty


Au nom de la paix et de la liberté:

Restauration de la pleine souveraineté de l'Ukraine





Apparatschik Putin

von Hans Werner Büchel, März 2022

Die schlimmsten Befürchtungen der Putin-Kritiker sind eingetreten und haben sich bewahrheitet. Das Wolkenkuckucksheim der Putin-Versteher hingegen wurde wie bei einem Orkan durch Putins Krieg in der Ukraine hinweggefegt.

Zu welch absurden Einschätzungen diese Blauäugigkeit der Putin-Versteher führen kann, zeigte sich dieser Tage bei Oskar Lafontaine. Dieser einstmals berühmte deutsche Sozialist und Populist bezeichnete noch vor wenigen Wochen mehrfach die Befürchtungen westlicher Geheimdienste über einen bevorstehenden russischen Einmarsch in die Ukraine als „Kriegspropaganda“. Wie von Lafontaine nicht anders erwartbar, kritisierte er in diesem Zusammenhang auch gleich die Berichterstattung in den deutschen Medien.

Es ist nicht anzunehmen, dass er sich mit seinem früheren Spezi Gerhard Schröder abgestimmt hatte, der zu gleicher Zeit von einem „Säbelrasseln“ seitens der ukrainischen Regierung gesprochen hatte. Beide Verlautbarungen kurz vor Beginn des von Putin entfesselten Krieges in der Ukraine zeigen die fatalen Folgen einer jahrzehntelangen Ignoranz der Realitäten. Diese fatalen Fehleinschätzungen der Person Putin sind umso schlimmer, weil seine Vita schon ebenso lange hinreichend bekannt ist.

Die gravierendste Fehleinschätzung bestand und besteht bis heute darin, in Putin einen Politiker oder gar Staatsmann erkennen zu wollen. Das war er nie und wird er auch niemals mehr werden.

Bis zu seiner ersten Ernennung zum russischen Ministerpräsidenten durch Jelzin im August 1999 war Putin geradezu das Musterbeispiel eines Apparatschiks, danach wurde er zum Befehlshaber über ein ganzes Heer von Apparatschiks unter ihm. Und blieb es bis heute.

Apparatschik (аппара́тчик) stammt aus dem Russischen, bedeutet so viel wie „Person des Apparats“ und bezeichnet den bestimmten Typus eines Funktionärs oder Bürokraten. Der Apparatschik ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sein zentrales oder gar einziges soziales Bezugssystem der organisatorische Apparat ist, dem er seine gesellschaftliche Stellung verdankt [nach Pierre Bourdieu].

Der Apparat, in dem sich der Apparatschik Putin nach oben arbeitete, war der Geheimdienst. Zu sowjetischen Zeiten hieß dieser Geheimdienst KGB (Komitet Gossudarstwennoi Besopasnosti, deutsch: Komitee für Staatssicherheit), aus dem nach 1989 der FSB hervorging. Dieser FSB (Federalnaja sluschba besopasnosti Rossijskoi Federazii, deutsch: Föderaler Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation) ist bis zum heutigen Tag der Inlandsgeheimdienst Russlands.

Bereits im Alter von 23 Jahren wurde Putin 1975 KGB-Offizier und war bis 1982 in der ersten Hauptabteilung (Auslandsspionage) eingesetzt. Ab 1984 besuchte er bis 1985 die KGB-Hochschule in Moskau. Vom Jahre 1985 an war Putin in der DDR in nachgeordneter Funktion tätig, hauptsächlich in Dresden und avancierte vom Rang eines Hauptmanns zum Major. Ab dieser Zeit bis 1989 besaß Putin auch einen Ausweis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS, „Stasi“). Der KGB hatte damals in jedem DDR-Bezirk einen Dienstsitz, in Dresden war dies in der Angelikastraße 4 in Dresden-Neustadt. Wenige Meter weiter, in der Radeberger Straße 101, wohnte Putin mit seiner Familie in einem Plattenbau. Im Jahr des Mauerfalls 1989 hatte er den Dienstgrad eines Oberstleutnants, was auf eine Dienststellung als stellvertretender Abteilungsleiter in der KGB-Residentur hinweist, welche er bis zu seiner Rückbeorderung im Januar 1990 in die UdSSR innehatte. Zurück in Russland blieb Putin Apparatschik, nun im Inlandsgeheimdienst FSB. Dort arbeitete er sich bis an die Spitze und wurde 1998 sogar dessen Leiter. Fast ein Vierteljahrhundert war Putin Apparatschik im sowjetischen und russischen Geheimdienst.


Und dennoch glauben manche Politiker und Staatsmänner im Westen bis heute, sie hätten es bei Putin mit einem der ihren zu tun. „Im Unterschied zu Gorbatschow und Jelzin, die genuine Politiker waren, sich in der Öffentlichkeit für ihre Ziele stark zu machen und mit ihren politischen Gegnern auseinanderzusetzen, zieht der ehemalige „KGBtschik“ Putin die geheime Kabinettspolitik und das Spiel der Intrige wie der Vertuschung seiner nicht selten als „spezielle Operationen“ (spetsoperatsii) nach Geheimdienstlermuster angelegten politischen Initiativen vor.“ (Margareta Mommsen)

Übersehen wurde im Westen auch (oder wollte man es nicht sehen?), dass Putin wiederholt einräumte, mangels einer typischen politischen Karriere und mangels eigener Ambitionen auf ein hohes Staatsamt kein Politiker zu sein. Er selbst bezeichnet sich mit Vorliebe als „angestellter Manager“ Russlands.

Dieser Manager hat nun sein wahres Gesicht gezeigt. Der von Ex-Kanzler Schröder als „lupenreiner Demokrat“ geadelte Putin hat der ganzen Welt offenbart, wie groß seine Verachtung der Demokratie ist. Die Freiheit des Denkens, der eigenen Meinung und die Pressefreiheit, die Rechtsstaatlichkeit und Teilung der Staatsgewalt, der offene politische Diskurs und die Lösung von Konflikten durch Kompromisse, mit all dem konnte und kann der Apparatschik Putin nichts anfangen. Statt dessen führte er Russland von der „gelenkten Demokratie“ hin zu der von ihm so bezeichneten „Demokratur“. Aber auch das ist schon Vergangenheit. Russland wird heute durch eine Diktatur beherrscht, angeführt von einem lupenreinen Despoten: Wladimir Wladimirowitsch Putin, Apparatschik und "angestellter Manager“ Russlands.



„Stell´ dir vor, es ist Frieden und einer macht nicht mit.“

von Hans Werner Büchel
verfasst und veröffentlicht im Jahre 2014

"Stell´ dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“. Das war eine immer wieder zu hörende, ziemlich weltfremde und naive Parole der sogenannten Friedensbewegung in den 70er und 80 er Jahren. Sogenannt deshalb, weil wir heute sehr genau wissen, dass diese Bewegung von Ostberlin und Moskau nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch maßgeblich gesteuert wurde. Zu jener Zeit diente ich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr und musste mich später wie tausende meiner Kameraden von eben diesen Friedensbewegten als Mörder beschimpfen lassen, nur weil ich Soldat war. Es war schwer, diesen damals juristisch nicht sanktionierten Vorwurf „Soldaten sind Mörder“ zu ertragen. Aber wir boten den Pazifisten Paroli und argumentierten für das Existenzrecht von Bundeswehr und NATO: „Stell´ dir vor, es ist Frieden und einer macht nicht mit.“ Genau das brachte es auf den Punkt. Wir waren als Bundeswehrsoldaten im NATO-Bündnis bereit, das Recht und die Freiheit der in diesem Bündnis lebenden Menschen zu verteidigen, ohne Ansehen der Person, also mithin unabhängig von ethnischer Herkunft, religiöser Weltanschauung oder politischen Überzeugung. Für mich war dies eines der vornehmsten Motive, Soldat zu sein. Und daher war der Eid, den ich zu Beginn meiner Dienstzeit ablegte auch kein verbales Lippenbekenntnis, sondern tiefste Überzeugung: "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe." Recht und Freiheit waren auch damals keine abstrakten Relikte aus vergangener Zeit, sondern wie heute Werte von höchstem Rang, die zeitlos elementaren Voraussetzungen für eine menschenwürdige Gesellschaft und einen dauerhaften Frieden in Europa. Und selbstverständlich beriefen sich ja auch die Friedensbewegten jener Jahre bei ihrem Tun auf eben diese Werte, von denen sie allerdings irrigerweise annahmen, dass sie auch in totalitären Regimen Geltung hätten.

Stell´ dir vor, es ist Frieden und einer macht nicht mit. Fast siebzig Jahre nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges sehen wir uns im freien Europa heute einem modernen Despoten gegenüber, der beim Frieden dieser Tage nicht mehr mitmachen will. Er stiftet überall dort Unruhe, wo ihm in seinem früheren Riesenreich nach dem Kalten Krieg Macht und Einfluss verloren gingen. Dieser Despot sieht im Ende der Sowjetunion die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts und empfindet den Zerfall des sowjetischen Riesenreiches auch als persönliche Niederlage. Nun glaubt der Despot, diese Niederlage nicht mehr länger ertragen zu müssen. Wladimir Wladimirowitsch Putin, der Ranghöchste in der Nomenklatura, der herrschenden Klasse des russischen Riesenreiches, versucht, das Rad der Geschichte ein Stück weit zurückzudrehen.

Putins öffentlich bekannt werdendes Kalkül offenbart, dass er zu den politischen Kategorien von vorgestern zurück will und nun offenbar auch bereit ist, seine revisionistischen Pläne in die Tat umzusetzen. Ein Instrument hierfür hat er bereits aller Welt kundgetan: die Gründung einer „Eurasischen Union“, wirtschaftlich gedacht als Pendant zur Europäischen Union, politisch allerdings eher das Gegenteil. Dieser „EU“ wird kein Staat freiwillig beitreten. Und dann gibt es da noch das Projekt eines neuen slawischen Staates, "Novorussiya“ (Neues Russland), den Putin gerne aus dem Osten der Ukraine, in direkter Nachbarschaft zu Russland, hervorgehen lassen möchte. Da aber die Menschen in der Ostukraine der Propaganda Putins nicht aus freien Stücken folgen wollen, weil sie eigentlich nur als Ukrainer in Frieden dort leben möchten, lässt Herr Putin, ganz im Stil der alten Sowjetunion, Unruhe stiften. Und lässt zugleich ungeniert die Welt wissen, es seien hier Separatisten aus dem ukrainischen Volk am Werk, die die „böse Junta in Kiew“ hinter sich lassen und nun voller Hoffnung auf bessere Zeiten dem großen Freund und Bruder in Moskau zustreben wollten.

Doch das falsche Spiel fliegt auf, und wir im Westen erfahren, was in Wirklichkeit hinter den Plänen Putins steckt. Ganze Horden gescheiterter Existenzen, die nun im Krieg spielen die Chance ihres Lebens entdecken. Hochmotivierte Banden von Abenteurern, die sich, in enger Zusammenarbeit mit Putins Geheimdienst und dem russischem Militär, zuerst selbst zu Bürgermeistern ernennen und sich dann auch noch selbst zu Präsidenten von autonomen Republiken erklären. Es sind als Separatisten getarnte Banden, die nicht befreien, sondern Städte und ganze Landstriche der Ukraine terrorisieren, die Menschen dort in Angst und Schrecken versetzen. Ziele der Unruhestifter sind die Errichtung sogenannter Volksrepubliken im Oblast Donezk und gleich nebenan im Oblast Louhansk, aus denen später dann, ganz im Geist der alten Sowjetunion, das „Novorussiya“ hervorgehen soll, direkter Nachbar des russischen Bruders und natürlich Mitglied in der neuen „Eurasischen Union“. Diese ganze Farce geschieht unter der Schirmherrschaft Putins. Natürlich nicht offiziell. In den Medien erscheinen nur die grün gekleideten, mit Sturmmasken vermummten Männer ohne Hoheitsabzeichen, die in der Ostukraine die gleiche Funktion erfüllen, wie die grünen, vermummten Männer Wochen zuvor auf der Krim. Hatte vor deren Annexion nicht der Herr Putin der Welt erzählt, auf der Krim gebe es keine russischen Soldaten? Ja, das hatte er. Und danach? Hatte der gleiche Herr Putin nicht nach der Einverleibung ganz unumwunden zugegeben, dass selbstverständlich schon vor der Annexion der Krim russische Soldaten vor Ort waren? Ja, auch das hatte er.

Es war diese Lüge vor aller Welt, welche die Putinversteher bei uns ins Grübeln brachte und welche die kritischen Töne gegenüber dem ersten Mann im Kreml lauter werden ließen. Noch bei der Olympiade in Sotchi sollten die friedlichen Absichten des jovialen freundlichen Herrn aus dem Kreml in die ganze Welt transportiert und die dunklen Seiten seines Charakters kaschiert werden. Nun erkannte die Welt, und mit ihr auch wir im freien Teil Europas, sein wahres Gesicht. Und begann sich zu erinnern, wer dieser freundliche Herr Putin in Wirklichkeit ist. Ein ausgebildeter KGB-Offizier alter Schule mit juristischer Vorbildung, der seine politische Karriere zunächst den früheren Machthabern im Kreml und heute den mächtigen Oligarchen Russlands zu verdanken hat. Der vorzugsweise mit Dekreten, statt mit rechtsstaatlichen Gesetzen regiert. Der freie Wahlen ebenso verachtet wie die Kontrolle der Macht durch eine unabhängige Justiz oder durch freie Medien. Ich für meine Person vergesse das nicht. Auch nicht, dass derselbe Herr Putin zur Zeit der Friedensbewegung, als wir Bundeswehrsoldaten als Mörder beschimpft wurden,  mehrere Jahre als KGB-Offizier im Dresden der damaligen DDR stationiert war. Agitation und Propaganda, Desinformation und Destabilisation des Westens waren schon damals sein Geschäft. Vor diesem Manne sei gewarnt.

Stell´ dir vor es ist Frieden und einer macht nicht mit. Heute ist Herr Putin dieser eine, der nicht mitmachen will. Und morgen? Auch Putins Stern wird einmal sinken. Welcher wird neu aufsteigen? Wir wissen es nicht. Unsere Aufgabe im Westen bleibt es daher, wachsam zu sein gegenüber allem, was Recht und Freiheit bedroht. Vigilia Pretium Libertatis – Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit.

 

 

Wappen des NATO-Hauptquartiers SHAPE in Europa

(Supreme Headquarters of Allied Powers Europe)

Herzlich willkommen in Ottweiler!

Schön, dass Sie da sind.

 

 

Ottweiler ist eine weltoffene Kleinstadt im Saarland mit einer bis in das 9. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte. Es ist eine sehr wechselvolle Geschichte, in der sich Gründerzeiten und frommes Klosterleben ebenso finden wie lange Zeiten feudaler Herrschaft über leibeigene Untertanen. Ottweiler erlebte blühende Epochen und Phasen des Niedergangs, Jahre des Friedens und Jahrzehnte voller Krieg, Leid und Zerstörung.

 

Ottweiler ist unsere Heimatstadt, in der wir gerne zu Hause sind.

Und für die wir uns engagieren. Wir wollen unseren kleinen Beitrag dazu leisten, den nach uns Kommenden eine weltoffene, lebens- und liebenswerte Stadt zu erhalten.

 

Wir laden Sie herzlich ein, sich über Ottweiler zu informieren.

 

Ursula & Hans Werner Büchel

Erster GPS-Referenzpunkt des Saarlandes in Ottweiler

Im Jahre 2018 wurde neben dem Quakbrunnen auf dem Schlosshof der erste GPS-Referenzpunkt des Saarlandes der Öffentlichkeit übergeben. Gestiftet wurde die Bronzeplatte von den Ottweiler Bürgern Professor Horst Schiffler und Harald Raber, der als Geodät die Idee für den GPS-Referenzpunkt hatte.


 

Das GPS (Global Positioning System) ist ein globales, über Satelliten gesteuertes Navigationssystem, mit dem sich Positionen auf der gesamten Erde sehr genau bestimmen lassen. Ursprünglich wurde es von der US-Armee zu rein militärischen Zwecken entwickelt; im Jahre 2000 wurde es auch für die zivile Nutzung freigegeben.


Die Nutzer mobiler Navigationsgeräte - vor allem Wanderer, Radfahrer oder Geocacher - können mit Hilfe der Angaben des Referenzpunktes ihre Geräte kontrollieren und nachjustieren.